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Keimlinge und Jungpflanzen bestimmen mit Fotos

Damit der Natternkopf stehen bleibt und das kanadische Berufkraut verschwindet

 Blumen von Unkraut unterscheiden ist sehr schwer. Besonders, wenn die Pflanzen noch sehr jung sind.

 Viele Wildbienen-Pflanzen muss man als Keimling erkennen und stehen lassen, sonst verschwinden sie aus dem Garten.

 Wer andererseits zu vorsichtig jätet und Bäumchen, Gräser und "Ich bedräng dich mal" Pflanzen stehen lässt, hat bald kein Beet mehr.

 Anhand der Blattform der Jungpflanzen kann man mit den folgenden Fotos Keimlinge bestimmen:

  • Um Problempflanzen rechtzeitig zu erkennen, oder
  • um den Wert der Jungpflanze für Wildbienen einzuschätzen, oder
  • um zu prüfen, ob die Keimlinge aus der Samentüte oder dem Unkrautboden stammen.

Sind noch viele Fragen offen? Dann können Sie die Erläuterung am Seitenende lesen, die Hilfe einem Praxistest unterziehen und danach ein Feedback an info@wildbienengarten.de geben.

Jungpflanzen mit Zähnen und Kurven am Blattrand "Löwenzahn und Distel"

Jungpflanzen von Büschen und Bäumen - Stängel reißfest und zäh, bald wie ein Zweig

Jungpflanzen mit feinem gefiedertem Blattwerk "Karotte"

Jungpflanzen mit übereinander am Stängel hinauf sitzenden Blättern "Pfefferminze"

Jungpflanzen mit grasartigen Blättern "Gras"

Jungpflanzen, deren Blätter im Kreis um eine Mitte gruppiert sind "Königskerze"

Jungpflanzen, deren Blätter einen Stiel haben "Spinat"

Jungpflanzen mit mehrteiligen Blättern "Klee"

Erläuterungen zum Jungpflanzen bestimmen

Blumen von Unkraut unterscheiden - das ist die vielleicht schwierigste Aufgabe für Neulinge im Naturgarten. Die Einen jäten jedes Pflänzchen das sie nicht selbst gepflanzt haben, die Anderen lassen problematische Pflanzen stehen bis es zu spät ist. Toll, wenn professionelle Hilfe durch Naturgartenplaner*innen zur Hand ist. Allen anderen Menschen ist diese Seite gewidmet. Damit der Natternkopf stehen bleibt und das kanadische Berufkraut verschwindet.  Nur Menschen, die ihre Jungpflanzen bestimmen können, sind in der Lage die richtigen Pflegeentscheidungen zu treffen. 

Die Bildergalerien enthalten sowohl problematische Unkräuter, als auch harmlose Unkräuter, als auch Blumen von denen das Überleben von Wildbienen-Arten abhängt. Oft ist eine Pflanze gleichzeitig Unkraut und Blume, so zum Beispiel beim Löwenzahn, der von allen Pflanzen in Deutschland die meisten Wildbienenarten ernährt, andererseits aber auch viel Arbeit verursachen kann.

So funktioniert die Bestimmung von Keimlingen, Sämlingen oder Jungpflanzen anhand der Galerien:

Am besten klicken Sie sich einmal durch alle Galerien und suchen nach Pflanzen, die Sie aus Ihrem Garten dem Aussehen nach kennen.

Zum Beispiel werden die Fotos der Jungpflanzen, die in Samenmischungen enthalten sind, laufend erweitert. Vergleichen Sie die Inhaltsangabe der Samenmischung mit den Jungpflanzenfotos in den Galerien. So lernen Sie, was Sie stehen lassen müssen.

Auch die Jungpflanzen-Fotos nützlicher Unkräuter, die von selbst keimen, werden laufend erweitert. Anhand der grau gedruckten Kommentare unter den Fotos lernen Sie, was zusätzlich zur gesäten Mischung stehen bleiben darf.

Auf jeder angesäten Fläche sind im ersten Jahr Problemunkräuter zu finden. Nehmen Sie Ihr Handy mit und gehen Sie mit kritischem Blick über Ihre Blühfläche um vor Ort Jungpflanzen und Fotos von Problemunkräutern zu vergleichen. Wenn Sie Ihre Pflanze nicht wiederfinden, können Sie mir gerne ein Foto schicken.

Die Bezeichnungen der Botaniker zur Pflanzenbestimmung werden nicht verwendet, denn sie zu lernen dauert lang. Bis dahin steht das Unkraut schon mannshoch. Sowohl die Anordnung der Jungpflanzenfotos anhand der Blattformen als auch die Beschreibung konzentrieren sich auf das Wesentlichste. "Bitte stehen lassen" bedeutet dass die Pflanze für Wildbienen nützlich ist. Alle Empfehlungen zum Stehen lassen oder Jäten folgen dem Motto "Wenn Wildbienen sprechen könnten" und richten sich an Anfänger. Erfahrene Naturgärtner*innen dürfen natürlich nach Belieben jedes Unkraut stehen lassen - bitte bedenken Sie jedoch dass hierdurch die Biodiversität des Gartens abnehmen kann. Die Pflegeentscheidung und damit die Verantwortung fürs Ergebnis liegt natürlich weiterhin bei Ihnen. Die Angaben zu Ausläufern, Wuchs und Samenbildung beruhen auf eigener Erfahrung. Im Einzelfall können mehr Samen und Ausläufer auftreten als angegeben.