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Kreuzblütengewächse

 Kreuzblütengewächse gehören zu den wichtigsten Pflanzen für Wildbienen. Eine Reihe oligolektischer Wildbienenarten ist auf sie angewiesen.

 Die meisten Kreuzblütler für Wildbienen stehen im Gemüsebeet.

Fotos der Kreuzblütengewächse

Die kleine braune Schöterich-Mauerbiene Osmia brevicornis lässt sich mit Goldlack Erysimum cheiri, Nachtviole Hesperis matronalis und Nisthilfe 5mm leicht im Blumenbeet fördern.

Für zahlreiche weitere Wildbienenarten sind die Blüten des Gemüsekohls Brassica oleracea, also z.B. die großen blassgelben Blüten von Weißkohl, Rosenkohl und Wirsing äußerst attraktiv. Der Kohl des Vorjahres blüht etwa zeitgleich mit Raps und kann als Ersatz verwendet werden, da Raps für Privatpersonen erstaunlich schwer zu finden ist.

Bestens untersucht sind Raps und Ackersenf, beide sind Spitzenreiter hinsichtlich der versorgten Wildbienen-Artenanzahl (Westrich, Paul: Die Wildbienen Deutschlands, Ulmer Verlag 2018). Leider ist auch Ackersenf für Privatpersonen kaum aufzutreiben. Als Ersatz kann ganzjährig – zum Beispiel als Vorkultur vor Tomaten und als Nachkultur nach Buschbohnen – die Gründüngung weißer Senf Sinapis alba verwendet werden.

Salatrauke, Rettich und Radieschen (Raphanus) blühen weiß. Wenn sie schon im Mai zur Blüte gelangen, werden sie gerne von der Frühlingspelzbiene Anthophora plumipes besucht. Auch weitere Gemüsepflanzen wie z.B. Meerrettich sind einen Versuch wert.

Zu den empfehlenswerten Ergänzungen für das Blumenbeet gehören Steinkraut Alyssum, Blaukissen Aubrieta und Silberblatt Lunaria. Barbarakraut Barbarea vulgaris und Hirtentäschel Capsella bursa-pastoris haben einen Platz in einer wilderen Gartenecke verdient.

Abzuraten ist von den invasiven Pflanzen Orientalische Zackenschote Bunias orientalis und Pfeilkresse Cardaria draba, weil sie die anderen für Wildbienen wichtigen Pflanzen unterwandern und verdrängen.