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Anleitung Beet bepflanzen

Schritt für Schritt zur gelungenen Bepflanzung: Dies ist der Ablaufplan. 

Einkauf, Bodenvorbereitung, Pflanzzeitpunkt, das Auslegen auf dem  Beet, das Herausnehmen aus den Töpfen, das Angießen - alles Wichtige auf einen Blick.

Schritt für Schritt in Bildern

Schritt für Schritt zum gelungenen Beet für Wildbienen:

  1. Wer gezielt für Wildbienen pflanzt, muss in den meisten Gegenden Deutschlands im Internet kaufen und die Pflanzen im Paket liefern lassen. Die Qualität ist in der Regel einwandfrei. Sofort auspacken. Nicht mischen, sondern benachbart verpackte Pflanzen nebeneinander stellen. Der Grund: viele Versandgärtnereien versehen pro Pflanzenart nur 1 Topf mit Namensschild. Pflanzen der gleichen Art werden meist nebeneinander verpackt.
  2. Lieferung auf Vollständigkeit überprüfen. Von jeder Pflanzenart ein Foto machen. Wenn in den Folgejahren eine zufällig gekeimte Jungpflanze wie die Jungpflanze im Topf aussieht, ist es wahrscheinlich eine gute Pflanze, die stehen bleiben kann.
  3. Meist sind die Töpfe noch gut feucht und müssen frühestens am nächsten Tag gegossen werden. Bis zum Pflanztermin alle 1-2 Tage gießen. Bei frostfreier Witterung und guter Pflege halten die Pflanzen im Topf viele Wochen durch. Die besten Pflanzmonate sind März, April, September und Oktober. Bei Pflanzungen von Mitte Mai bis August vertrocknet ein Teil der Jungpflanzen.
  4. Das Beet vollständig vorbereiten: Beet abmessen, Erde gründlich durchfeuchten, spatentief lockern und von jeder noch so kleinen Wurzel befreien.
  5. Eventuell ungewaschenen Sand untermischen oder obenauf schütten (Wildbienen nisten in ungewaschenem Sand, aber nicht in gewaschenem). Für Hangbeete evtl. ein Kokosnetz kaufen.
  6. Am Pflanztag: Die Töpfe nacheinander in einem Eimer vollständig untertauchen, bis nicht mehr so viele Blasen aufsteigen (ca. 10 Sekunden). Dabei die Töpfe nicht durcheinander bringen.
  7. Die Pflanzen mit Topf auf dem Beet verteilen. Werden nicht die Wildbienen-Beete nachgepflanzt, sondern selbst geplant, so verteilt man zuerst die besonders großen Stauden im Beet, dann die besonders kleinen an den vorderen Beetrand und die anderen über den Rest der Fläche.
  8. Mit dem Spaten (ich empfehle ausdrücklich auch für 9cm Töpfchen die Löcher mit dem Spaten auszuheben) ein Loch schaffen, das geringfügig größer als der Topf ist. Den Topf ins Loch stellen. Der Topfrand soll ca. 1cm unter der Erdoberfläche liegen, denn nur tief gesetzte Pflanzen wachsen gut an.
  9. Die Pflanze aus dem Topf heben. Die Wurzeln ganz vorsichtig zupfen, so dass sie nicht mehr im Kreis wachsen, sondern einige Enden nach außen und unten weisen.
  10. Die Pflanze ins Loch stellen, die Erde wieder hineinfüllen.
  11. Wenn alles fertig bepflanzt ist, einmalig kräftig bis zur Pfütze gießen. Der Grund: Die Luftlöcher im Pflanzloch sollen durch Erde-Wassergemisch ersetzt werden.
  12. Neben jede Pflanze einen Stecker, einen Schaschlik-Spieß oder ähnliches stecken, um sie später von Unkraut unterscheiden zu können oder im Winter wiederzufinden.
  13. Wer will, kann jetzt zwischen die Stauden säen (zum Beispiel Nelkenleimkraut oder echte Kamille). Oder Blumenzwiebeln dazwischen stecken. Ansonsten das fertige Werk genießen und im ersten Sommer bei Bedarf gießen.