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Ein Blumenstreifen als Anfang einer wildbienenfreundlichen Blumenwiese

Ein initialer Blumenstreifen für eine hohe Wiese

Eine Blumenwiese im Garten ist für Wildbienen, Schmetterlinge, Grashüpfer und viele andere kleine Lebewesen unersetzlich.

Ökologisch wertvolle Blumenwiesen bestehen immer aus heimischen Blumen und heimischen Gräsern.

Zum Lebensraum Wiese gehören die meisten Blumenarten, die als "Massenverpflegung" für ein breites Spektrum an Wildbienenarten gelistet sind (vgl. Westrich: Die Wildbienen Deutschlands Ulmer Verlag 2018 S. 365ff).

Die typische Blumenwiese ist ca. 60 cm hoch und sollte möglichst wenig betreten werden. Auch 10m² sind schon ein Beitrag.

Hier finden Sie eine einfache Schritt für Schritt Anleitung, um Rasen in eine Blumenwiese umzuwandeln mit Hilfe von gepflanzten Blumen.

Das Bild zeigt einen initialen Blumenstreifen für eine höherwüchsige BlumenwieseDas Bild zeigt einen initialen Blumenstreifen für eine höherwüchsige Blumenwiese

Blumeninsel für die höherwüchsige Blumenwiese

Einkaufsliste:

  • 2 Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris)
  • 2 hohe Glockenblumen (Campanula glomerata, rapunculoides, persicifolia z.B.)
  • 2 rundblättr. Glockenblumen (Campanula rotundifolia)
  • 2 Wiesenflockenblumen (Centaurea jacea)
  • 2 Wilde Möhren (Daucus carota)
  • 2 Ferkelkraut (Hypochaeris radicata)
  • 2 Witwenblumen (Knautia arvensis)
  • 2 Margeriten (Leucanthemum vulgare)
  • 2 Hornklee (Lotus corniculatus)
  • 2 Esparsetten (Onobrychis viciifolia)
  • 2 Wiesensalbei (Salvia pratensis)
  • 2 Löwenzahn (Taraxanum officinale)
  • 2 Bocksbart (Tragopogon pratensis)
  • 2 Rotklee (Trifolium pratense)

Weitere Informationen:

Rasen in Blumenwiese umwandeln

Wenn bereits eine Wiese oder ein Rasen vorhanden ist und für Wildbienen umgestaltet werden soll, muss nicht der ganze Rasen mit der Fräse entfernt werden. Alternativ ist es möglich, Streifen oder Inseln von Bewuchs zu befreien, um dort initial Wildblumen aus dem Topf zu pflanzen. Die Blumen säen sich in den Folgejahren selbständig in den Rasen aus. Der Vorteil dieser Methode ist die genaue Kontrolle über die Blumenarten, die zum Einsatz kommen, alle wildbienenfreundlichen Pflanzen die man haben möchte befinden sich gleich zu Beginn im Rasen. Diese Methode toleriert moderate Unkrautmengen und fette Böden besser als Samenmischungen. Die Wiesenblumen blühen gleich im ersten Sommer. Zudem ist das Umgestalten schmaler Streifen oder kleiner Inseln auch für Privatpersonen ohne Maschinen gut zu bewerkstelligen. Für diese Methode ist es zwingend erforderlich, die Samenstände stehen zu lassen, ein Rückschnitt nach der Blüte ist tabu.Wählen Sie nach Belieben mehrere Quadratmeter des Rasens aus und entfernen Sie bei feuchtem Boden mit dem Spaten sämtlichen Bewuchs. Einige Gärtner haben auch gute Erfahrung mit einer lichtundurchlässigen schwarzen Folie gemacht, welche für mindestens 4 Wochen aufgelegt wird und den Bewuchs erstickt. Je strategisch günstiger die Position von einem oder mehrerer dieser Blumenstreifen ist, umso schneller geht die Umwandlung vonstatten: Beispielsweise kann man eine geschwungende Linie in der Mitte des Rasens umgraben und bepflanzen. Der Streifen sollte mindestens 60 cm breit und 2 m lang sein.

  1. Kaufen Sie mindestens 2 Pflanzen jeder Pflanzenart aus der Galerie "Blumeninsel für höherwüchsige Blumenwiese" für Wiesen, die nicht betreten werden sollen.
  2. Pflanzen Sie in den Monaten September bis April, damit die Pflanzen bei kühler, jedoch frostfreier Witterung gut anwachsen. Die Anleitung findet sich unter "Pflanzen und Pflegen: Kurzanleitung Beet bepflanzen".
  3. Hindern Sie in den ersten zwei Jahren die Gräser daran, in den Streifen hineinzuwachsen. Der übrige Rasen wird weder gedüngt noch gespritzt, während er weiter kurz gemäht und gerne auch vertekutiert werden darf. Die Samenstände bleiben bis zum Herbst stehen. Einmal jährlich im Herbst werden die Blumeninseln zurückgeschnitten und die Samenstände werden auf dem umgebenden Rasen verstreut.
  4. Blumenwiese in den Folgejahren: Bereiche, in denen sich die höherwüchsigen Wiesenblumen erfolgreich ausgesät haben (man erkennt es an den vielen Blättchen zwischen den Gräsern) dürfen knie- oder hüfthoch wachsen, bevor sie gemäht werden. Der Zeitpunkt für die Mahd ist erreicht, wenn die Gräser anfangen, die Blumen zu überragen und ihnen das Licht wegzunehmen, zum Beispiel Mitte Juni. Auch hüfthohe Wiesen können mit dem normalen Rasenmäher gemäht werden, wenn man ihn vorne anhebt, als würde man mit dem Kinderwagen den Borstein hochfahren, und hinten den Fangkorb entfernt. Drei Tage später wird die Fläche mit Fangkorb auf 7 cm abgemäht. Im besten Fall bleiben einige Inseln stehen. Auf mageren Wiesen wachsen die Gräser so spärlich, dass sie den Blumen nie das Licht wegnehmen. Hier wird nur im Herbst gemäht, die anderen Wiesen werden im Herbst das zweite Mal gemäht.  Nach der Herbstmahd sollte der Boden der Wiese von Pflanzenmatsch befreit werden, ggf. mit dem Heurechen durch Auskämmen der Fläche.

Standort: sonnig, möglichst mager

Durchgeplant hinsichtlich: Eignung als Wildbienenpflanzen, Eignung als Wiesenpflanzen, Eignung für trockenheiße Lagen.

Gut für: Alle, die nicht alternativ lieber umfräsen und säen möchten - die Infos hierzu finden sich unter Blumenwiese anlegen in der Rubrik Pflanzen und Pflegen.

Insektenfreundliche Ergänzungen